Carl und Edmund Scheer - die Meisterbrüder

Rudolfs Söhne Karl und Edmund beteiligten sich fleißig am florierenden Unternehmen, daher wird das Unternehmen 1899 in Rudolf Scheer und Söhne umbenannt. Als sich Rudolf Scheer dann 1905 ins Privatleben zurückzieht, wird erneut um den personengebundenen Hoflieferanten Titel angesucht und dieser beiden Söhnen 1906 verliehen. Außerdem wird die Firma unter den beiden Brüdern in den Folgejahren auch goßherzoglich luxemburgischer Hoflieferant und Kammerlieferant der Erzherzöge Karl Franz Josef und Franz Salvator. Das Geschäft florierte, das Stammklientel waren außerdem das k.u.k Heer, die aristokratische Gesellschaft der k.u.k Monarchie und Europas und das wohlhabende jüdische Großbürgertum. 1914 werden die Geschäftsräume vergrößert und modernisiert. Die Produktpalette umfasst Damen- und Herrenschuhe, Militärstiefel, Skischuhe aus Seehundsleder sowie Gamaschen.

Wien erfreute sich in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg seiner reichen intellektuellen und kulturellen Szenen

Schuhe gegen Leben

Die dramatischen Ereignisse der Folgejahre prägten auch die Geschichte von Scheer entscheidend mit. Schnell wurden die Zeiten schwer, für alle. Schuhe gegen kostbare Lebensmittel zu tauschen: eine Überlebenschance – beruflich und privat. Dass das Hause Scheer relativ unbeschadet diese grauen Zeiten überlebt hat, verdankt es zum einen der Treue der Familie zu ihrem Handwerk und zum anderen den starken Charakteren, die in jenen Jahren die Geschicke des Hauses leiteten.

Weiter zu Auguste Scheer

Brotverkauf

Anfrage

  

Anfrage senden